„Die Union darf Deutschlands Nein zu Glyphosat nicht blockieren“

Veröffentlicht am 27.07.2017, 11:18 Uhr     Druckversion

Rossmann bestärkt SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks bei ihrem "Nein" gegen das Totalherbizid.

Die EU-Kommission darf die Zulassung von Glyphosat nicht weiter verlängern. Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU und die Unionsparteien dürfen ein Nein Deutschlands in Brüssel zu diesem Unkrautvernichtungsmittel nicht länger blockieren“, verlangt der Politiker.

 

„Der Ausstieg aus dieser schädlichen Chemie ist lange überfällig“, betont Rossmann. „Die Liste der Argumente gegen den Einsatz von Glyphosat ist lang. Dabei werden die katastrophalen Auswirkungen auf die Biodiversität in Brüssel viel zu wenig berücksichtigt.“

Umweltorganisationen wie der BUND halten es für unstrittig, dass der Wirkstoff zum Artensterben beiträgt. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass Glyphosat, das im Fachhandel unter dem Namen „Roundup“ verkauft wird, die Augen schädigt, und giftig für Organismen im Wasser ist. Erst im Mai hat der US-amerikanische Experte für Chemikaliensicherheit, Professor Christopher Portier, die europäischen Aufsichtsbehörden für ihre Einstufung des Mittels als nicht krebserregend kritisiert. Der Wissenschaftler hält das Urteil für falsch und fordert eine Neubewertung von Glyphosat.

 

Rossmann verlangt vor diesem Hintergrund eine klare Ansage Deutschlands an die EU, bei der die Entscheidung über eine Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels derzeit anhängig ist.

„Im Juni 2016 diskutierte die EU-Kommission schon einmal über die Verlängerung. Damals konnte man sich nur auf eine Verlängerung von 1,5 Jahren einigen, da es in den EU-Mitgliedsstaaten weder eine klare Zustimmung noch Ablehnung gab“, erinnert Rossmann. „Aus dieser Situation hätte die Kommission die Konsequenz ziehen und ein Stufenprogramm für den Ausstieg auf den Weg bringen können. Stattdessen geht es wieder um die Vollzulassung. Da darf Deutschlands Votum nur Nein lauten. Denn ohne die knallharte Absage wird es offenbar keine Ausstiegsstrategie geben.“

Rossmann hofft, dass auch das Land Schleswig-Holstein bei seiner Ablehnung des problematischen Mittels bleibe. „Umweltminister Habeck war mit der Küstenkoalition ein Vorkämpfer des Glyphosat-Verbots, davon darf er jetzt nicht abrücken“, fordert der Sozialdemokrat und erinnert daran, dass die Landes-CDU das Mittel vor knapp zwei Jahren in der Gefährlichkeit noch mit Mate-Tee gleichgesetzt hat. „Von derartigen abenteuerlichen Einschätzungen seiner neuen Koalitionspartner darf sich der grüne Minister nicht bremsen lassen“, verlangt Rossmann.




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