Verbesserung der Qualität in den Kitas – 16 Krankheitstage anerkennen

Veröffentlicht am 24.04.2018, 10:02 Uhr     Druckversion

Mit der Anerkennung von 16 Tagen soll die Personalsituation in den Kindertagesstätten verbessert werden. Das ist das Ziel eines Antrages der SPD-Kreistagstagsfraktion für den Kreistag am 25. April.

Gemeinsam mit der Städten und Gemeinden will die SPD erreichen, dass bei der Personalbemessung des pädagogischen Personals 16 Krankheitstage anerkannt werden. Die bestehende Regelung sieht fünf Krankheitstage vor und entspricht –so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Helga Kell-Rossmann- schon lange nicht mehr der Realität in den Kitas.

Die MitarbeiterInnen in den Kitas sind schon jetzt regelmäßig überlastet, beurteilt Kell-Rossmann die personelle Situation in den Kitas, die sich dabei auf Erhebungen der Kreisverwaltung und ihre berufsbedingten Erfahrungen stützen kann. Durch die ohnehin zu knapp bemessene Personalbesetzung für den Gruppendienst (1,5 Kräfte) kann in vielen Fällen nur noch der Betrieb aufrechterhalten, aber die Kinder nicht mehr verlässlich betreut, gebildet und gefördert werden. Mit der freiwilligen Anerkennung von 16 Krankentagen lässt sich die Personalausstattung in den Kitas spürbar verbessern und die Arbeit dadurch auch wieder attraktiver machen.

Die 16 Tage-Regelung soll gemeinsam vom Kreis und den Kommunen finanziert werden. An den Gesamtkosten von geschätzten rd. 4,8 Mio. EUR soll sich -so der SPD-Antrag- der Kreis mit 50% beteiligen. Die notwendige Finanzierung erfolgt zum Doppelhaushalt 2019/2020.

Die Grundlagen für diesen Beschluss fasste der Kreistag bereits im Dezember 2017. Dieser sah vor, dass der Landrat gebeten wurde, mit den Verwaltungen in den kreisangehörigen Kommunen ein Finanzierungskonzept zu verhandeln. Das haben die hauptamtlichen Bürgermeister und die leitenden Verwaltungsleiter mit dem Verweis auf eine spätere mögliche landeseinheitliche Regelung abgelehnt. Für den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Hannes Birke ein „unmöglicher Vorgang“. In jeder Sonntagsrede -so Hannes Birke- wird die Personalverbesserung in den Kitas gefordert, jetzt gab ein konkretes Angebot und mit einem „Schwall“ von bürokratischen Vorbehalten wird dieses Angebot abgelehnt und mögliche Verbesserungen praktisch auf das Jahr 2022 vertagt.

Mit dem Antrag wendet sich die SPD nun direkt an die politisch verantwortlichen Stadt- und Gemeindevertreter. Wenn die Gesamtlösung von den Hauptamtlichen in der vertraulichen Runde einer Verwaltungsleiterkonferenz praktisch abgelehnt wird, setzen wir  -so Hannes Birke-  auf politische Initiativen der kommunalen  Ebene „vor Ort“, die personelle Qualität in ihren Kitas zu verbessern.

Gez.
Hans-Helmut Birke                               Helga Kell-Rossmann
Vorsitzender der SPD-Fraktion            stellvertretende Vorsitzende und Vorsitzende des JHA




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