Rossmann fordert mehr Förderung für Europa-Schulen
geschrieben von Max am 19.05.2017, 18:52 Uhr


„Wir brauchen mehr Europa-Schulen und mehr Förderung für Schulen mit europäischen Projekte und Partnerschaften.“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann anlässlich des Europa-Schulprojekttages am 22. Mai.



Der Politiker hat in diesem Jahr an den beiden Kreis Pinneberger Europaschulen, der Wedeler Gebrüder-Humboldt-Schule und der Kreisberufsschule in Elmshorn, mit Schülerinnen und Schülern über Themen vom Brexit über gemeinsame europäische Sozial- und Umweltstandards bis zum Verhältnis der EU zur Türkei diskutiert. Er konstatiert ein hohes Interesse junger Menschen an der Zukunft und Ausgestaltung eines gemeinsamen Europas. „Die meisten Schülerinnen und Schüler fragen nicht danach, ob es für Europa weiterhin ein Miteinander geben wird, sie haben eher deutliche Erwartungen daran, wie die Kooperation weiterentwickelt werden kann und wie dabei die Menschen stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können“, berichtet Rossmann. Für sein Credo, er fühle sich genauso als Europäer, wie er sich als Elmshorner, Kreis Pinneberger, Schleswig-Holsteiner und Deutscher sehe, habe er viel Zuspruch erhalten.



Dieses positive Grundempfinden will der Sozialdemokrat künftig stärker fördern. „Wir können feststellen, dass alle Programme, die den Austausch mit unseren Nachbarn und das Lernen über sie zum Inhalt haben, auf fruchtbaren Boden fallen“, weist der Bildungsexperte etwa auf die Erfolgsgeschichte des Erasmus-Programms für Studierende hin. „Wenn wir in Europa-Kompetenz investieren, investieren wir in eine Zukunft in Frieden, Austausch und dynamischere Entwicklung.“ Das Erasmusprogramm habe seit seinem Start 1987 knapp neun Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.



Die Europa-Grundlagen möchte Rossmann künftig noch stärker bereits in den Schulen vermittelt sehen. „Ich würde mich freuen, wenn wir auch im Kreis mehr Europa-Schulen bekämen“, regt der Abgeordnete an. Europa-Schulen arbeiten nach einem an den Bildungsstandards der Länder orientiertem Europa-Curriculum, das Themen mit europäischer und interkultureller Dimension für alle Jahrgangsstufen aufweist. „Europa wird damit erfahrbar, fächerübergreifend und mit allen Sinnen“, ist Rossmann begeistert. Europa-Schulen besitzen ein besonderes fremdsprachliches Profil, führen regelmäßig länderübergreifende Projekte durch und unterhalten aktive und dauerhafte Partnerschaften mit Schulen, Ausbildungsunternehmen und anderen Partnern im europäischen Ausland.



Für ein Wachstum des deutschlandweit derzeit 540 Schulen umfassenden Netzwerks sei aber auch ein Impuls in der öffentlichen Förderung nötig, macht der Bildungsexperte deutlich. „Ich werbe hier im Kreis für neue Bewerbungen als Europa-Schule. In Berlin setze ich mich für die Förderung dieser Bewegung ein“, so Rossmann. „Denn was könnte eine

bessere Antwort auf die Schreckenstöne von Brexit, Nationalismus und Europa-Feindlichkeit sein, als eine breite pädagogische Bewegung von Schülern, Eltern und Lehrern zu neuen Europa-Schulen.“



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